Hier kann sich die ganze Schule einbringen
Ist alles, was anders ist, erstmal gefährlich? Wie begegnet man Fremden? Und wenn alle sagen, dass etwas nicht wahr sein kann, darf man dann trotzdem davon träumen? Diese Fragen beschäftigen die Figuren im Musical ‚Rotasia‘.
Das zweite Musical der Musicalautoren von ‚Tuishi Pamoja‘, Sandra Engelhardt (Text) und Martin Schulte (Musik), ist relativ anspruchsvoll und verlangt von allen Mitwirkenden viel Konzentration und Einsatz. Das Stück spielt „im Orient“. Diese Ortsangabe lässt viel Spielraum für die Ausstattung. Für die Kostüme gibt es im Band der Gesamtausgabe einige Hinweise und Ideen. Auf zwei Seiten geben die Autoren ebenfalls nützliche Anregungen und Regieideen für die Aufführung.
Für das Musical werden ein Kinderchor, zwei Gesangssolisten für den Prinzen und den König, drei Sprechrollen sowie weitere Solisten aus dem Chor benötigt. Möglich ist auch die Beteiligung einer Tanzgruppe.
Fazit: Rotasia ist ein farbenprächtiges orientalisches Spektakel mit einer Prise „1000 und eine Nacht“ und einem Schuss „Bollywood“. In dieses Musical kann sich die gesamte Schule einbringen und eine fantasievolle Aufführung gestalten, die die Kinder sicher lange in Erinnerung behalten werden.
Karin Westphal in „Musik in der Grundschule“ 1/2009
hübsch in Szene zu setzendes, wirkungsvolles Stück
Nach dem ersten, recht erfolgreichen Kindermusical „Tuishi pamoja“ legt das Autorenteam Schulte/Engelhardt mit Rotasia sein zweites Grundschulmusical vor.
Die pädagogische Absicht, Kinder zu Toleranz und zur grundsätzlichen Offenheit gegenüber Fremdem und Fremden zu erziehen, steht auch hier klar im Vordergrund. Es gibt eine jugendlich treibende Kraft (Shadi, der aus dialogtechnischen Gründen den Freund Farid zur Seite gestellt bekommt), das Buffopaar (die quasi siamesischen Zwillinge Sim und Sam), den weisen Alten (König) und jede Menge Volk.
Der Spieltext besteht zur guten Hälfte aus Regieanweisungen, die auch wenig erfahrenen Regisseuren eine durchaus wirkungsvolle szenische Spielmöglichkeit aufzeigt. Die Melodik der Songs ist der Altersgruppe durchaus angemessen, kinderliedorientiert mit Ethno-Pop-Verpackung: hübsche Charakterstücke, Popmusicalballaden und ordentliche Texte.
Für Grundschulen bietet sich eine Aufführung mit den Halbplaybacks an.
Bertram Schattel in: Musikwerkstatt Kirchheim vom 16.10.2008
Singen und Mitmachen
Wenn Kinder singen oder Lieder hören, dann haben sie auf Dauer keine Lust, still auf ihrem Stuhl zu sitzen. Die elf Lieder von Wolfgang Hering und Bernd Meyerholz sind wunderbar dazu geeignet, die Bewegungslust zu stillen und die SchülerInnen gezielt zum Mitklatschen und Mitstampfen, Erfinden und Mitsingen zu bringen. Man merkt, dass die Lieder das Ergebnis einer intensiven praktischen Arbeit sind.
Nützliche Tipps zum spielerischen und kreativen Umgang mit den einzelnen Liedern sind in kurze Spielanleitungen beigefügt.
In der Regel sind die Lieder ohne große Schwierigkeiten mit Orff-Instrumenten oder auf der Gitarre zu begleiten. Die Akkordsymbole dazu finden sich in den Noten.
Karin Westphal in „Musik in der Grundschule“ 1/2009
viele erstaunliche Ideen – klar formuliert – leicht verständlich durch Fotos und Grafiken
Boomwhackers verfügen über Eigenschaften, die allen Altersgruppen und Niveaus einen spielerischen Zugang zu Musik und Bewegung ermöglichen. Die Autoren haben es geschafft, diese Neuheit so einladend und anregend aufzubereiten, dass man die praktische Umsetzung schon während des Lesens kaum mehr erwarten kann! Das Buch überrascht immer wieder mit erstaunlichen Ideen, wie Tennisbälle mit Luftballons zu überziehen, um farbliche Übereinstimmung mit den Boomwhackers zu erlangen, oder auf einem weichen Tuch ein „Rohrxylophon" aufzubauen. Auch sind alle Maße angegeben, um für große Gruppen Selbstbaurohre anzufertigen. Ein Treffen von Außerirdischen, Boomwhackerklänge im Wasser, eine Fahrt mit dem Rhythmustaxi, Vulkanausbruch und Mäuseball...
Vielschichtige Ideen führen in die Bereiche Exploration, Bewegungsausdruck, rhythmische Beginnspiele, Hörspiele, komplexere und ostinate Liedbegleitung. Jeder Spielidee geht eine konkrete Angabe der zu verwendenden Boom-whackers voraus, die Beschreibungen sind klar formuliert und durch ansprechende Fotos und Grafiken verständlich gemacht.
Eine kostbare Quelle für den Bereich Musik und Tanz!
Ursula Steindl-Bergmann in : „unsere Kinder“ 1/2009
wertvolle Ideen besonders für die Arbeit mit Teenagern
Dass die Rohre toll sind, das erfährt man im Buch „Tolles Rohr“. Die beiden Autoren haben eine reiche Sammlung an Ideen zusammen getragen, wie mit dem besonderen Gruppeninstrument in allen Altersgrupen (4-99) improvisiert, komponiert, rhythmisch und ametrisch gespielt werden kann. Schwerpunkt des Buches ist das Musizieren ohne Noten zur Förderung der Kooperation und Kommunikation zwischen den Teilnehmern. Die Verbindung zwischen Klang und Bewegung lässt das interaktive Gruppengeschehen besonders lebendig werden. Dabei sollen die Gruppenmitglieder selber Musik und Klänge finden und dabei lauschend aktiv werden. Das Buch enthält eine reiche Sammlung an Explorationsspielen, Dirigierspielen, Ideen zur Verklanglichung von Geschichten und Gedichten, Spielen mit Bewegung sowie Anregungen zu harmonischem Spiel (Liedbegleitung u.ä.). Es möchte sowohl Laien einen Zugang zu den bunten Röhren bieten, als auch Profis Wege zu originellen Aufführungen weisen. Das Buch kann wertvolle Ideen besonders für die Arbeit mit Teenagern liefern.
Die Anregungen zum Finden von verschiedenen Spieltechniken bis hin zum Einsatz von helfenden Materialien wie z.B. bunten Bällen, Flip Flops, Gummimatten und Wasserschüsseln lassen den reichen Erfahrungsschatz der Autoren sichtbar werden, die ihre Ideen in jahrelanger Praxis selber ausprobiert und optimiert haben.
Katrin Rohlfs in „Orff Schulwerk Informationen“ Heft 80 – Winter 2008)
Viele Praxis-Tipps – sehr brauchbares Spiele-Register
Der kreative Umgang mit Boomwhackern steht bei diesem Buch im Vordergrund. 72 Spiele mit über 100 Variationen werden von E wie Explorationsspiele über Dirigierspiele, Rhythmusspiele, Verklanglichungen, Spiele mit Bewegung, Hörspiele, Spiele mit Harmonien bis Z wie Zwischenspiele eingeteilt. Die Spielanweisungen sind mit Illustrationen, Fotos, und farblichen Unterscheidungen übersichtlich gestaltet. Zu jedem Spiel finden sich Alters-, Zeit- und Materialangaben.
Viele Praxis-Tipps ergänzen die Spielbeschreibungen. Sehr brauchbar ist das im Anhang aufgeführte Spiele-Register, welches nach Eignung für bestimmte Altersgruppen sortiert ist.
Fazit: Ein ansprechend gestaltetes Buch, das mit vielfältigen Anregungen viel Raum für eigene kreative Gestaltung lässt.
Iris Helm in „PaMina“ Oktober 2008
eine wahre Freude: kompetent und verantwortungsbewusst
Um es gleich vorweg zu sagen: Selten habe ich in den letzten Jahren ein Buch über das Singen mit so viel Freude gelesen!
Zunächst war ich zugegebenermaßen etwas skeptisch, als ich das Buch in die Hand nahm. Das leicht esoterische Titelfoto sowie die Schlagworte „Die praxisorientierte Singschule“ und „mit 21 neuen Songs“ deuteten allzu einseitig auf eine am Popgesang orientierte Singanleitung hin. Und der Begriff „Singschule“ rief bei mir erst einmal Stirnrunzeln hervor, sind doch alle bisher gestarteten Versuche, für das Singen ein Schulwerk zu verfassen, wie es aus dem Instrumentalunterricht bekannt ist, mehr oder weniger gescheitert. Aber als ich dann beim Durchblättern entdeckte, dass hier wie im „Metodo pratico“ von N. Vaccai eigene Gesangsstücke für die verschiedenen Intervalle als Übungsliteratur angeboten werden, war meine Neugier geweckt.
Welch eine Freude ist es für den Stimmbildner, Tjark Baumann auf seinem Weg zur gesunden Stimme zu folgen und seine knappen aber schlagkräftigen und treffsicheren Beschreibungen vom Stimmgeschehen zu lesen, ganz abgesehen von den wirklich hervorragend erfundenen „Songs“ in englischer Sprache, die mal witzig, mal heiter, besinnlich oder düster in verschiedene Klangqualitäten einführen und immer stimmbildnerisch sorgfältig die gesunde Stimmgebung fördern. Baumanns Stimmbildung ist kompetent und verantwortungsbewusst, fordert die jeweils notwendige Durchmischung der Stimme und nimmt klar Stellung zu dem Problem der Bruststimmigkeit im Popgesang. Er zeigt Methoden auf, wie der Überbrustung entgegengewirkt werden kann und formuliert mit deutlichen Worten, dass für Kinder unter 14 Jahren „aus stimmbildnerischer Sichtweise das Forcieren eines Bruststimmen-orientierten Stimmklanges in diesem Alter nicht sinnvoll ist.“
Für die wesentlichen stimmbildnerischen Arbeitsgebiete gibt es jeweils eine Lektion mit einigen stimmtechnischen Übungen und einem dazu passenden Song: „Vom Wort zum Ton“, „Gute Vokalform – guter Ton“, „Die Stimme sitzt?“, „Höher?“ sind einige der Kapitel elementarer stimmbildnerischer Arbeit. Dass diese Lektionen aufeinander aufbauend durchgearbeitet werden sollen, schreibt der Autor nicht vor, der Begriff „Singschule“ legt allerdings die Intention nahe. Ob dies dann in jedem Falle Sinn macht, bleibt hinterfragbar. Für die im Buch angegebene Zielgruppe „Chöre und Singen im Klassenverband“ ist eine solche Vorgehensweise durchaus denkbar.
Jeder Lektion sind unter der Bezeichnung „Musiktheoretische Kompetenz“ Abschnitte aus der „Allgemeinen Musiklehre“ beigefügt. Hier werden in knapper Form die Intervalle, die Vorzeichen, die Tonarten und der Quintenzirkel erklärt. Vertieft wird das Verständnis für Musik durch zwischen die Lektionen eingefügten „Exkurse“. Hier legt Baumann Lieder zu musiktheoretischen Themen vor, die allesamt ausgezeichnet erfunden sind: ein Tonleiterlied, ein Solmisationslied, ein Dynamiklied, ein Molllied, ein Notenwerte- und ein Triolenlied, viele in deutscher Sprache mit zum Teil witzigen, immer intelligent gemachten Texten.
Den Abschluss des Buches bildet eine Sammlung von Kanons und Kinderliedern des Autors.
Alle „Songs“ sind in zwei verschiedenen Tonarten abgedruckt. Der Autor verweist jeweils auf die sinnvolle Verwendung der tieferen bzw. höheren Fassung.
Dem Buch ist eine CD mit Einspielungen aller Lieder und Songs beigefügt. 11 Kinder und Jugendliche aus dem Kinderchor „Cantemus“ Regensburg singen unter der Leitung des Autors mit an die Popmusik angenäherter Stimmgebung beherzt und mit hörbarer Freude, aber immer in gesunder Registermischung. Die Klavierbegleitungen verzichten auf modischen Arrangement-Schnickschnack und sind dennoch schwungvoll und animierend.
Prof. Andreas Mohr auf www.kinderstimmbildung.de im Januar 2009
sensationell günstiger Preis
Alle Songs aus dem Buch „natürlich singen!“ gibt es auch in diesem Songbook, klugerweise in der jeweils höheren Tonart notiert, ohne Klavierbegleitungen, dafür aber mit Akkordbezeichnungen versehen. Dieses Heft ist für die Hand der Schüler gedacht und verhindert dank des wirklich sensationell günstigen Preises vielleicht – hoffentlich – das unkontrollierte Kopieren.
Rezension von Andreas Mohr auf kinderstimmbildung.de´
empfehlenswerte, praxiserprobte Ressource für das Klassenmusizieren
Mit den VorspielStücken setzt der Autor seine erfolgreiche Reihe zum Klassenmusizieren fort.
Die 14 stilistisch unterschiedlichen Spielstücke sind in aufsteigendem Schwierigkeitsgrad von Klasse 5 bis 10 so konzipiert, dass die Umsetzbarkeit im Klassenverband oberste Priorität hat. Es können insbesondere auch jene Schüler beim Musizieren eingebunden werden, die kein Instrument erlernen.
Damit die Stücke einfach, aber trotzdem für das Vorspielen tauglich sind, besteht jedes aus einem Tutti-Teil, den alle Schüler der empfohlenen Jahrgangsstufen ohne Probleme bewältigen können, und mehreren damit variabel kombinierbaren Soloteilen, die höhere Anforderungen stellen. Oft sind auch noch ein Intro- und Schlussteil ausgeführt. Für sechs Stücke sind erweiterte Versionen vorhanden. Neben dem Notenmaterial sind zu jedem Stück hilfreiche Infos, Patterns für Rhythmusinstrumente und E-Bass, das Akkordschema sowie ein Aufführungsvorschlag abgedruckt.
Die Melodienstimmen der Arrangements sind gut auf Orff-Instrumenten spielbar, können nach Bedarf aber auch anders besetzt werden, dazu kommen Schlagzeug, Perkussion, E-Bass, Keyboard und Gitarre. Zahlreiche theoretische Exkurse bereichern den Band.
Fazit: eine empfehlenswerte, praxiserbrobte Ressource für das Klassenmusizieren
Gerhard Sammer in „mip-journal“ 23/2008
originelle Literatur - feinsinnig komponiert
Spannung der anderen Art für leicht Fortgeschrittene! Nur sechs Stücke, die aber sind gespickt mit ironischen Anlehnungen an Edgar-Wallace-Filme, mit Elementen aus dem Jazz und vielseitigen technisch-musikalischen Anforderungen, die in verschiedenen Tempi leicht zu bewältigen sind. Es bleibt der Vorstellungskraft des Spielers überlassen, inwieweit er/sie hier in einzelne fiktive Szenarien hinter den Noten eintaucht. Feinsinnig komponiert, technisch und musikalisch vielseitig – originelle Literatur für ein Repertoire der anderen Art.
Monika Krämer in: „Jazz-Zeitung“ 5/2008
Tanzmusik für alle Altersgruppen - fein musiziert
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Feste und Tanzgruppen musiziert hier die Gruppe „Topolimbo“. Aus den Stücken lassen sich zudem schön Spiele erarbeiten. Bei einigen Titeln wird auf Deutsch, Englisch oder Türkisch gesungen.
Die folgenden bekannten Tänze wirken dadurch so, als würden sie mit neuer Sichtweise betrachtet: Goddesses, Te ve orez, Igra Kolo, Kolo von Srem.
Rezension von Hedo Holland im Folkmagazin 1/2009
Auf die kann man super tanzen.
In der Weihnachtszeit haben die Eltern hoffentlich ein bißchen mehr Zeit für euch. Zum Spielen – oder zum Tanzen! Die CD „Topolimbo“ enthält 17 Lieder, auf die man super tanzen kann. Ein Begleitbuch erklärt euch die richtigen Schritte – und es ist so geschrieben, dass auch Tanzmuffel (wie Papas zum Beispiel) ganz leicht lernen können, wie es richtig geht. Viel Spaß!
Rezension in der Rhein-Zeitung Koblenz, 24. Dezember 2008
Besonders schöne Musik!
Endlich ist die nun die 7. CD da, wieder mit ausführlichem Tanzbeschreibungsheft. Michael hat sich auf die Tanzkreise eingestellt und den Wunsch nach „besonders schöner Musik“ bei der Auswahl mit in den Vordergrund gestellt. Ein großes Plus für den Herausgeber und Autor der Tanzbeschreibungen! Für unsere deutschen Tänze fehlt das in weiten Bereichen noch.
Rezension von Hedo Holland im Folkmagazin 1/2009
Ein variabel einsetzbares Heft für Schulklassen- oder Kinderchoraufführungen.
In den sechs Sprechstücken des Heftes bestimmt das Sprachklang-Spielerische den Rhythmus. Stimmvariabilität ist bei dem Stück „Die Moorgespenster“ notwendig, wenn sich ‚Stötterstreck‘, ‚Schlitterschlock‘ und andere zu einer nächtlichen Versammlung treffen. Bis zu 24 Gespenster kann man da flüstern, zischen, krächzen, wimmern oder meckern hören. Lautmalerisch geht es beim „Autofahren“ zu, wenn die Motoren aufheulen, abrupt abgebremst werden und ein Ztug vorbeirollt. Selbst aus einem Lexikoneintrag kann ein Sprechstück werden. Im Stück „Der Schallpegel“ erklingt der Chor sowohl im ppppp als auch im ffff (130 Dezibel). Durch variable Besetzungsmöglichkeiten und verschiedene Schwierigkeitsgrade bieten die Stücke eine Fülle von Auffführungsmöglichkeiten. Die fantasievollen Texte lassen viel Freiraum für szenische Spielerweiterungen.
Iris Helm in PaMina Februar 2009
skurrile Texte – fröhliche Melodien
Der kreativ-künstlerische ‚Tausendsassa‘ Uli Führe, mit allen Wassern spielerisch-übermütigen Erfindens und Gestaltens skurriler Texte und fröhlicher Melodien gewaschen, legt nun ein weiteres Beispiel seiner nimmermüden Fabulierlust vor. Wiederum ein überschaubar kleines Heft in der Reihe ‚der Kinderchor bei Fidula‘, diesmal ausschließlich mit Sprechchören. Tatsächlich haben reine Sprachkompositionen wie Rap, Sprechkanons, Nonsenserhythmen oder auch freimetrische Textgestaltungen in der musikpädagogischen Praxios derzeit offenbar Hochsaison. Das mag u.a. daran liegen, dass gestaltete Sprache auf je eigene Weise musikalische Parameter wie Rhythmus, Klang, Agogik oder Dynamik zur Ausformung anbietet, und der Lehrer oder Chorleiter sich der zeitaufwändigeren Arbeit am chorischen Singen für diesmal enthoben sieht.
Wobei die vorliegenden Stücke alles andere als eben mal schnell erarbeitet sein dürften! Denn gerade der Anspruch an „musikalischer“ Differenziertheit fällt bereits beim ersten Durchblättern auf.
Die Stücke sind von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Vor allem das Erarbeiten so mancher rhythmischer Raffinesse, aber immer wieder auch die klanglich-dynamische Ausdifferenzierung beansprucht Geduld und Ausdauer.
„Für Kinderchor“ hat dies der Autor geschrieben. Offenbar ist eine genauere Altersangabe bewusst unterblieben, um Raum zu lassen für eigene Entscheidungen, mit welchem Alter welches der sehr unterschiedlichen Stücke zu erarbeiten sei!
Warum nicht auch einmal mit einem Erwachsenenchor!?
Christiane Wieblitz in „Orff Schulwerk Informationen“ , Heft 80, Winter 2008
auch als stimmbildnerische Artikulationsübungen einsetzbar
Was Erwachsenen Werke von Kurt Schwitters, könnten Kindern die Sprechchöre von Uli Führe werden. Ein Buch für Kinderchor, das ganz ohne gesungene Noten auskommt und doch eine Menge Musik beinhaltet. - Musik ohne klingende Noten? Ja! In den Sprechtexten ist Dynamik ein vorherrschendes Merkmal, kleingliedrig integriert oder als große Gestaltungsforderung. Die Sprachspiele nutzen den Klang der Vokale und Konsonanten bis zum Äußersten. Sehr gut sind sie darum auch isoliert als stimmbildnerische Artikulations-übungen einsetzbar. Kurzum: Erarbeiten, Aufführen und als Zuhörer erleben – ein dreifaches Vergnügen für Schulklassen und Kinderchöre! Sehr empfehlenswert!
Antje Wissemann in: Musik & Kirche Mai/Juni 2008
musikalisch auf bestem Niveau für zeitgemäße Chorarbeit
Dieses Heft bietet eine weite Spanne von Literatur in der gegenwärtigen Chormusik. Stilistisch werden die Elemente der Popularmusik genauso integriert wie die traditionellen Satztechniken.
Spannend ist die Textauswahl des Komponisten: Wilhelm Busch, Christian Morgenstern, Edgar Allan Poe u.v.a. mehr bieten Skurril-Philosophisches, aber auch auf alte Texte wird zuückgegriffen.
Eine höchst interessante und musikalisch auf bestem Niveau befindliche Sammlung für zeitgemäße Chorarbeit.
Dr. Christine Gürtelschmied in „musikerziehung“ Oktober 2008
Uli Führe trägt die Texte durch jazzig-rhythmischen Stil in die heutige Zeit
Der Komponist Uli Führe ist für seinen vielseitigen und innovativen Stil bekannt und erfreut sich besonders im Kinder- und Jugendchorbereich großer Beliebtheit. Im Notenband SUMMA SUMMARUM legt er 18 Chorlieder für 3- bis 4-stimmigen gemischten Chor vor, die in ihrer Textauswahl eine große Bandbreite aufweisen. Gleichermaßen vielseitig ist auch die musikalische Umsetzung der literarischen Vorlagen von Wilhelm Busch, Christian Morgenstern und Edgar Allan Poe nach dem Motto des Untertitels: poppig, jazzig, poetisch und mit insgesamt mittlerem Schwierigkeitsgrad. Das Busch-Gedicht SUMMA SUMMARUM ist zunächst in deutscher Sprache recht trocken und sachlich vertont, ehe eine englische Version desselben Gedichts in dem für Führe typischen jazzig-rhythmischen Stil den Text in die heutige Zeit trägt. Drei weitere Busch-Vertonungen besingen etwa den FÖRSTER PÜSTERICH, der auf seine alten Tage noch einmal jagen geht, jedoch zum Schluss feststellen muss, dass ihm die zum Essen wichtigen Zähne abhanden gekommen sind. Die humorvolle Vortragsbezeichnung „mit zahnlosem Mund zu singen“ sorgt sicher für große Heiterkeit bei Chor und Publikum. BIM, BAM, BUM ist ein Gedicht von Christian Morgenstern über die skurrile Suche des Glockentons BAM, der seine Geliebte BIM nicht mehr finden kann. Dieser Chorsatz zeigt, dass auch in der vorgegebenen
Dreistimmigkeit ein vollwertiger Klang entstehen kann, der zudem durch rhythmische Raffinessen wirkungsvoll bereichert wird. Die schwierigsten Stücke sind wohl die Poe-Vertonungen: Der poetische englische Text ist harmonisch anspruchsvoll ausgedeutet und stellt auch in der Führung der einzelnen Stimmen die größte Herausforderung in diesem Heft dar. Vervollständigt wird der Band durch fünf zeitgemäße, durchkomponierte Volksliedbearbeitungen.
Ulrich Barthel in: Neue Chorzeit Juli/August 2008
kurzweilig-spritzige Vertonungen
Noten für Gesang in Zusammenhang mit Jazz sind nicht an der verlegerischen Tagesordnung, deshalb springt es dem Leser sofort ins Auge, wenn sich – wie in der vorliegenden Ausgabe – poppige, jazzige, poetische Chorlieder versammeln. Und wenn sie dann vom vielseitigen Musiker, Komponisten und Textautor Uli Führe sind, darf man davon ausgehen, dass die Texte intelligent zusammengestellt sind, dass die Vertonung kurzweilig-spritzig gerät und dass es sich keinesfalls um eine humorfreie Zone mit erhobenem Zeigefinger handelt. Summa Summarum: vielversprechend also. Und vom fertigen Buch bestätigt. Freuen Sie sich auf 18 Chorlieder für drei bis vier gemischten Stimmen: Ein nüchtern-schönes Notenheft ohne Überflüssiges. Spannend, international, durchdacht, anspruchsvoll und vergnüglich.
Monika Krämer in: Jazz-Zeitung Juni 2008
für Chöre: 13 inspirierende Songs aus der Karibik
Dieses bunte Heft enthält nicht nur 13 inspirierende Songs sondern als praktische Ansätze auch Rhythmus-Patterns und Erläuterungen. Im Vorwort werden Hinweise und Tipps für die Ausführung gegeben. Das ist wichtig und informativ und macht zusätzlich Lust, das alles gleich auszuprobieren.
Am Schluss des Heftes sind fünf Rhythmus-Patterns abgedruckt. Sie reichen im Schwierigkeitsgrad von leicht bis sehr anspruchsvoll. Da man nicht mit sklavischer Genauigkeit das alles ausführen muss, sondern kreativ nach dem Puls und dem Schwung darin suchen kann und soll, lässt sich sehr gut ein im Schwierigkeitsgrad fortschreitendes Trainingskonzept daran entwickeln. Wie oft ist doch gerade der Rhythmus der Hemmschuh Nummer eins beim vokalen Musizieren. Hier findet man Material zur Abhilfe, und das in klanglich ansprechender und kurzweiliger Form. Die Ensemblesätze werden sich von uns „abendländisch Verbildeten“ vielleicht nicht ohne Schwierigkeit zum Klingen bringen lassen. Nach kurzem Einfühlen kann man ihnen aber schnell Gefallen abgewinnen.
Die Songs bieten nicht nur chorisch interessante Musik, sondern auch für den einstimmigen Gesang.
Sirband Basa in: „vox humana“, Oktober 2008
schwebende Rhythmen – leicht klingende Melodien
Wilhelm Torkels Werk macht Laune, Sängern und Hörern die Musik der Karibik näherzubringen. Hinter schwebenden, synkopischen Rhythmen und leicht klingenden Melodien verbergen sich noch weit tiefere Dimensionen. Die intensivere Beschäftigung sensibilisiert für die Knifflichkeiten dieser nur oberflächlich einschichtigen, gern als ‚sonnig‘ abgetanen Musik. Die Stücke sind auch hervorragend geeignet zum Bewegen, choreographische Elemente lassen sich dazu erstellen, sie können insgesamt individuell abgeändert und effektvoll öffentlich vorgetragen werden. Zu den Songs (ursprünglich überwiegend aus Jamaika und Trinidad/Tobago) sind separat passende Rhythmus-Patterns gelistet. Praktische Handreichungen im Buch wie Aussprache-Tpps und Praxis-Hinweise zur Einstudierung machen diese Ausgabe so praxisnah und vergnüglich.
Monika Krämer in: „Jazz-Zeitung“ Sept./Okt. 2008
Eine turbulente Hörgeschichte mit lustigen Texten und Liedern für Jedermann.
„Ina’s Geburtstag“ ist das dritte Kindermusik-Hörspiel in der Reihe „Guggu – Die Abenteuer eines kleinen Trolls“. Ina bekommt zum Geburtstag ihren größten Wunsch erfüllt – einen Hamster, doch leider ist Hamster-Ragout die Leibspeise von Kleintrollen. Und da Kleintrolle für ihr Leben gern ‚spicken‘ haben sie den Hamster bald entdeckt.
Durch die turbulente Geburtstagsgeschichte führt der angenehm ruhige Erzähler Klaus Spürkel und tritt mit den Figuren selbst in Dialoge. Mit spannenden und lustigen Passagen, viel Witz und etlichen neuen Wortschöpfungen bringt das Autorentrio Uli Führe, Hugo Rendler und Michael Summ seine kleinen und großen Hörer zum Schmunzeln und zum gebannten Zuhören. Niveauvolle szenische Texte wechseln sich mit erheiternden Songs ab und lassen den Zuhörer Teil der skurrilen Welt der ‚schnarchelnden‘ Kleintrolle werden.
Iris Helm in PaMina Februar 2009
hohe Qualität der szenischen Texte
Eine Sprache lebt, wenn sie sich selbst erneuert, wenn sie sich ununterbrochen ihrer Umgebung, auch einer fiktiven, anpasst und bislang unbekannte Bezeichnungen für Begriffe schafft. Darin können wir von unseren Kindern und Jugendlichen lernen, denn im Erfinden herrlicher Sprachkonstruktionen sind sie einfach ungeschlagen. Genau wie die Autoren, die für diese Klientel schreiben.
Das Autorentrio Uli Führe, Hugo Rendler und Michael Summ beispielsweise hat in seinen großartig gelungenen drei Kindermusik-Hörspielen „Guggu – Die Abenteuer eines kleinen Trolls“ mit etlichen Wortschöpfungen gespielt. Die Droga, der Strunzdummstrocheldu oder der Hoggendru begegnen uns da in den Namen der Trolle oder das Verb pubswalzern für eine nicht ganz stubenreine Art des kleinen Trolls, mit musikalischen Ausdrucksformen umzugehen. Die hohe Qualität der szenischen Texte ist es schon allein, die die neue Folge dieser Serie mit dem Titel Ina’s Geburtstag preisverdächtig macht.
Hinzu kommen eine liebevoll akustische Ausstattung in der Regie von Michael Summ inklusive reichlich Vogelgezwitscher und schönen Raumperspektiven sowie eine exzellente schauspielerische Umsetzung. Klaus Spürkel führt als märchenhaft-gemütlicher Erzähler durch das groteske Abenteuer und tritt mit den Figuren selbst in Dialoge. Ach ja, wie gerne würde man doch dabei in die Trollhöhle krabbeln, sich einkuscheln und beim Zuhören ein bißchen schnarcheln. Der kleine Troll aber muss seine Nase überall reinstecken, will sagen reinspickeln, und entdeckt den neuen Hamster der kleinen Ina (hinreißend gesprochen von Luise Müller-Osterloh). Dummerweise schwärmen Trolle für Hamster-Ragout, so dass der Konflikt schon vorgeprägt ist. Lustige Songs wie das Lied vom Heimwerker Holler mit dem Refrain Holler, Hobel, Boller, Maler unterbrechen die Szenen.
Helmut Peters in: FonoForum Mai 2008
eine für Kinder fassbare und spannende Welt
Uli Führe eröffnet mit diesen Wortspielen eine für Kinder fassbare und spannende Welt. Mit den personifizierten Elementen (Feuerzutz, Luftikant, Erdgrum und Wasserling) und den Jahreszeiten, denen jeweils ein eigenes Lied gewidmet ist, können sich die Kinder leicht identifizieren.
Judith Krause in: Grundschule Musik 2.Quartal 2008
wirkliches Gespür für die Verschiedenartigkeit der Musikkulturen
„Wenn ihr einen Ort besucht und verstehen wollt, dann hört euch die Musik an, die dort gemacht wird. Ihr werdet alles über diesen Ort erfahren.“
Das Autorenteam um Hartmut E. Höfele zitiert mit diesen Worten Konfuzius und setzt damit dem eigenen Projekt einer CD-Einspielung mit Kinderliedern aus aller Welt hohe Maßstäbe. Es wird diesem Anspruch jedoch durch die Instrumentierung der Lieder unter bewusster Verwendung eines der jeweiligen Musikkultur entsprechenden Instrumentariums größtenteils gerecht. Es gelingt, hörend in die jeweilige Kultur ein Stück weit einzutauchen.
Die Auswahl der Lieder zeigt unter rhythmisch wie melodischen Aspekten eine bunte Bandbreite von beschwingten und zum Tanzen animierenden bis hin zu eher verhaltenen und ruhigen Klängen. Sicher wird der eine oder andere Ohrwurm bei den Kindern seine Spuren hinterlassen. Die Möglichkeit des Mitsingens wird durch eine bewusst zweisprachig gehaltene Liedgestaltung begünstigt.
Alles in Allem: Eine gelungene Ausgabe, die sich vor allem durch ihre instrumental-musikalische Stärke auszeichnet und ein wirkliches Gespür für die Verschiedenartigkeit der Musikkulturen der Welt zu vermitteln vermag.
Henriette Keil in „Orff Schulwerk Informationen“ Heft 80 – Winter 2008
Mit „6 Trompeten“ ausgezeichnet
Die Klangohr Kinderjury: „Auf der CD sind ganz verschiedene Lieder aus verschiedenen Ländern ... auf Deutsch und in der Sprache des fremden Landes … das sind Volkslieder aus anderen Ländern ... viele Tanzlieder sind dabei ... von der Musikrichtung ist es, glaube ich, nicht Pop und Rock... solche Musik kennt man aus Afrika und Asien und Indien … zwischen den Liedern wird nichts erzählt, wie bei manchen anderen CDs ... ich finde das schade, weil es interessant ist, etwas über dieses Land zu erfahren, z.B. wie die Leute da aussehen … ich fände es gut, wenn z.B. eine Geschichte erzählt würde, wie eine Familie um die Welt reist und dabei Lieder kennen lernt ... so könnte man noch was lernen, was man vorher noch nicht gewußt hat … vielleicht sind keine Texte zwischen den Liedern, weil es ein Buch dazu gibt ... und da steht ja auch, wo die Lieder herkommen, wie die den Tanz machen und wie die Menschen dort aussehen … da sind auch die Liedtexte zum Mitsingen drin… die Aufnahmen sind gut, da hat sich der Hartmut Höfele ganz schön viel Mühe gegeben ... das klingt wie echt, denn da werden dann auch die passenden Instrumente gespielt aus dem jeweiligen Land.“
Hessischer Rundfunk – Radio „Domino Klangohr“, Kinderjury* CD-Test 2008 Mittwoch 8. Oktober 2008, 14:05 Uhr
[*Die Klangohr Kinderjury testet an jedem 1. Dienstag im Monat eine Kinderlieder-CD. Es machen dabei Kinder mit, die Spaß an Musik haben und kritisch sind.
Gefragt wird, warum ihnen die Musik gefällt oder warum nicht. Ist der Text gut oder doof? Wie ist der Gesang, schön oder ätzend? Für welche Altersgruppe ist die CD? Gefällt das Cover?
Die Jury vergibt als Bewertung Trompeten: 1 Trompete – mies / 2 Trompeten – naja / 3 Trompeten – mittelmäßig / 4 Trompeten – gelungen / 5 Trompeten – außerordentlich / 6 Trompeten – einfach super]
unbekannte Lieder, die einfach und schön sind
Buch und CD enthalten 19 Kinderlieder aus Afrika, Asien, Amerika und Europa. Neben wenigen bekannten Liedern finden sich viele noch unbekannte Lieder, die einfach und schön sind. Viele Lieder sind schon für Erstklässler geeignet.
Fazit: Eine ansprechende Neuerscheinung mit vielen schönen Ideen.
Katharina Flotho in „PaMina“ Oktober 2008
sehr vielfältige Bewegungsmodelle – einfach umzusetzen
Singen verbindet, und das grenzenlos, weltweit und in jedem Alter. Da auch der pädagogische Wert beim Singen von Liedern aus fremden Ländern und in fremden Sprachen sehr hoch sein kann, ist die Nachfrage nach möglichst authentischem Material groß. Speziell für Kinder geeignet ist ‚Jibuli‘, eine Sammlung von 19 Liedern aus fast allen Kontinenten, wobei einfache Kinderlieder aus Afrika und Asien überwiegen. Alle Lieder sind einstimmig notiert, eine Strophe ist jeweils in der Originalsprache, weitere Strophen in deutscher Übersetzung abgedruckt. Dazu werden Hintergrundinformationen, Vorschläge zur Instrumentalbegleitung und zu Improvisationsmöglichkeiten sowie ausführliche Anleitungen für das gemeinsame Bewegen zur Musik angeboten. Die Bewegungsmodelle sind sehr vielfältig und einfach umzusetzen und verleihen den eingängigen Melodien erst ihre Originalität.
Echte Ohrwurm-Qualitäten hat das Titellied ‚Jibuli‘ aus Tansania, ein ‚Hasenhoppeltanzlied‘ über die kleinen Nager aus dem Serengeti-Nationalpark. Eine weitere Überraschung ist die türkische Version von ‚A,B,C, die Katze lief im Schnee‘, der türkische Text stammt von Eduard Zuckmayer, einem Bruder des berühmten Schriftstellers. Das ansprechend gestaltete Notenheft wird durch eine (separat erhältliche) CD ergänzt, auf der alle Stücke eingespielt und eingesungen sind. Die Herausgeber haben dabei auch viele Originalinstrumente wie Sitar, Ukulele und Chalumeau eingesetzt.
Ulrich Barthel in: „Neue Chorzeit“ September 2008
anspruchsvoll und musikalisch die jeweilige Kultur gut treffend
Das Buch kommt aus dem erfahrenen musikpädagogischen Verlag und ist eines seiner Glanzwerke. Auf der einen Seite umfassende Vorbereitung, tiefes Einfühlen in die (kinder-) musikalische Welt der jeweiligen Kultur, auf der anderen Seite eine vielfältige Aufbereitung für Gebrauch mit Kindern und anderen sangesfreudigen Gruppen. H. Höfele und Koautorin D. Ferber haben die Motive von ihren Reisen und musikalischen Arbeiten aus den ausgewählten Ländern mitgebracht. Die CD ist auf anhörenswerte Weise eingespielt. Gesang: nur Kinder, alle Lieder original- und deutschsprachig, dazu eine zwar kindgemäße, aber immer anspruchsvolle und musikalisch die jeweilige Kultur gut treffende Begleitung. Doch das Beste sind die Begleittexte zu jedem Lied, die Erläuterung der Herkunft, die angebotenen Tanz- und Spielmöglichkeiten, die Rhythmisierungen und die Anregung zur eigenen „Weiterbearbeitung“ der Motive durch die Kinder. Unter Leitung erfahrener Musikpädagogen kann jedes dieser Lieder eine ganze Rhythmikstunde für sich ergeben. Jedoch auch weniger Versierte können mit einigen Beispielen des Buches und unter Einsatz der CD vergnügliche Stunden damit gestalten. Diesem Jibuli-Buch vergebe ich das Prädikat „pädagogisch wertvoll“, mal ganz ohne kritischen Hintergedanken, weil vor den guten Absichten à la Toleranz und kultureller Bildung etc. das musikalische Vergnügen und die Freude am Spiel stehen.
Jürgen Brehme im „Folker“ 5/2008
ausführlich und für Einsteiger geeignet – absolut praxisnah
Für Musik- und Tanzlehrer mit und ohne Tanz-Vorkenntnisse ist dieses Buch gemacht. Die Tanzpädagogin/Choreografin stellt Tänze vor, die bei Auftritten/Mitmach-Festen präsentiert werden können;
nicht nur - das ist der Schwerpunkt - von 6- bis 12-Jährigen, sondern auch von Jugendlichen bis hin zu Senioren. Die Tanzbeschreibungen, Informationen zur Musik, zur Choreografie, zur Beschaffung
und Herstellung von Requisiten (Bogen, Staubwedel, Kuchen, Blätter mit Kopiervorlagen) sind ausführlich und für Einsteiger geeignet. Die Tänze und Sitztänze reichen vom historischen Bogen- und Fächertanz bis zu internationalen Tänzen, umfassen Cancan und Rag sowie ein großes Kapitel zum Schwarzlichttanz. Ein absolut praxisnahes Buch für die Arbeit in Grundschulen, der Sekundarstufe I,
in Vereinen, Gruppen und Tanzschulen. Weiterer Pluspunkt ist die CD:
Sie bietet 26 je 2-4 Minuten lange Musikstücke von Schubert, Vivaldi, Pachelbel bis zu internationalen Melodien und dem Ragtime von Scott Joplin.
Ursula Czerlinski in: ekz-informationsdienst, Juni 2008
Inspiration und Feingefühl
Dieses Werk ist ein umfassendes Hilfsmittel zur Fort- und Weiterbildung aller ADTV-Kindertanzlehrerinnen und -lehrer, aber auch sehr gut geeignet für alle, die sich mit Senioren beschäftigen. Mit viel Inspiration und Feingefühl befasst sich Christel Stolze-Zilm mit Gruppentänzen aus aller Welt. Sie ist eine der kompetentesten Autorinnen auf diesem Gebiet.
Jürgen Ball in: ADTV-news 4/2008
ausdrucksstark
Der Salzburger Wilhelm Keller und der Grazer Karlheinz Donauer haben mit Freunden und dem Grazer Klarinetten-Quintett eine schöne Klezmer-Tanz-CD mit Tanz- und Sing-Anleitungen heraus gebracht. Für den Einstieg sind die 2-stimmigen Noten gut geeignet.
Die Tanzbeschreibungen sind von Batia Strauss, Tel Aviv, verfasst, überarbeitet von Manuela Widmer. ‚Chassidismus‘ ist eine um 1750 in Südrussland entstandene jüdische Volksbewegung gegen allzu gelehrsame Gebetsformeln und festgelegte Worte. Die Tänze sind Kreistänze oder Paartänze. Ein Nigun sollte sechs Phasen der Meditation durchlaufen und in ekstatischen Tänzen enden. Der Gesang und Musik sind gut gelungen und ausdrucksstark.
„Folkmagazin“ Heft 4 – September 2008
Die Titel bieten für jeden, der im Grundschulbereich arbeitet, ansprechende und bewegungsmotivierende Musik.
Wer eine bunte Palette unterschiedlicher lateinamerikanischer Weihnachtslieder erleben möchte, wird mit dieser CD sehr zufrieden sein. Trotz der oft einfachen Struktur dieser Lieder sind die Arrangements rhythmisch ansprechend und werden entsprechend engagiert präsentiert. Wer die Texte mitsingen will, findet im Booklet die Originaltexte und –melodien und kann sicher nach mehrmaligem Zuhören mitsingen. Die deutschen Übersetzungen helfen dem Hörer, den Sinn der Texte besser zu verstehen. José Posada weist bereits im Vorwort des Booklets darauf hin, seine choreographischen Ideen mögen als Impulse für die eigene Kreativität verstanden werden. Die Musik auf dieser CD inspiriert dazu. Jeder Titel ist für diejenigen, die selbst choreographische Ideen haben, in gut zu unterscheidende Formteile unterteilt: mit Notenbild, Harmonien, allen Strophen und dem Schema der Einspielung.
Gelungen und hilfreich für die kreativ-tänzerische Arbeit ist die doppelte Einspielung: je eine instrumentale und eine gesungene Fassung. Die Hörer können so selbst entscheiden, welche der beiden Fassungen ihnen besser gefällt und auf welche sie tanzen möchten. Die Choreographien sind überwiegend für paarweise Aufstellung angelegt, ansonsten wird in Formationen getanzt. Stücke wie „Coplas de Navidad“ werden mit freier Gestik und frei gewählten Bewegungsformen getanzt. Spannend ist auch die Bewegungsgestaltung bei „Bendito y Alabado“. In diesem Gruppentanz kreiert jedes Tanzpaar parallel zu den anderen Tanzpaaren im Echospielverfahren etwas eigenes. So entstehen zu ein und derselben Musik unterschiedliche Bewegungsideen. Der einzige Tanz, bei dem dauernd die eigene Phantasie gebraucht wird, ist „Zamba de la Navidad“: Die Arme sollen an die Zweige eines Baumes erinnern.
Die CD „Navidadau“ bietet eine Musik, die es lohnt, angehört zu werden, und die durch ihre gute Laune zum Singen, Tanzen und freien Gestalten motiviert.
Herby Neumann in: „musikpraxis“ – Heft 120, November 2008
hinreißende DVD-Präsentation
Nach den Büchern JUBA und CHARIVARI ist Jürgen Zimmermann ja längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine echte Hausnummer in Sachen Percussion. Wer sich die unzähligen klanglichen und rhythmischen Möglichkeiten von Fuß-, Hand- und Mundpercussion systematisch der Reihe nach vorführen lassen will, ist mit dieser hinreißenden DVD-Präsentation bestens bedient. Füße, Hände, Paschen, Patschen, Oberschenkel, Hüfte, Brust und Po – was sich klopfend, schlagend, klatschend oder darüberwischend berühren lässt, dient der elementaren Klangerzeugung. Zimmermann zeigt die einzelnen Techniken ausführlich vom einfachen Bewegungsablauf bis zur virtuosen Vollendung im rhythmischen Solo- oder Partner- bzw. Ensemblevortrag. Da bleibt einem so manches Mal der Mund vor Staunen offen, wenn er z. B. durch ein Spalier von klatschenden Partnern geht, ohne deren Arme zu touchieren oder wenn aus Zusammenfügen von verschiedenen ungeraden Patschmodellen rhythmisch ungeheuer filigrane Klanggebilde entstehen. Einfach hinreißend!
Andreas Mohr [www.kinderstimmbildung.eu] 2008
sehr gelungener Einstieg in das Thema Körperperkussion
Die vorliegende DVD ist die perfekte audio-visuelle Ergänzung zum gleichnamigen Buch. Witzige Einleitungen führen zu den einzelnen Abschnitten des Buches, die Spieltechniken werden genau erklärt. Interessant ist die Gegennüberstellung von Trommel und Körperinstrument. Neben den präzisen Erklärungen zum Sound werden die Bewegungsabläufe akribisch, meist ausgehend von alltäglichen Bewegungen, erläutert. Diese Art der Bewegungsanalyse garantiert ein gutes Verständnis und frühe Erfolgserlebnisse.
Die Übungen sind didaktisch hervorragend aufgebaut. Ausgehend vom einfachsten Grundschlag bis zum komplexen Rhythmus als Partner- oder Gruppenübung wird alles geboten. Eindrucksvoll demonstriert der Autor anhand seines Rhythmus-Baukastens, wie sich einfache Elemente variieren und wirkungsvoll kombinieren lassen. Dabei gewinnt man Einblicke in die Musik verschiedener Kulturen.
Man tut gut, diese DVD in kleinen Abschnitten anzuschauen, da die exakte Ausführung der Klänge und deren Automatisierung doch einiges an Übungszeit erfordert.
Für Lehrkräfte der Rhythmik und an Bodypercussion Interessierte (wobei der Autor den Begriff Körperpercussion verwendet) ist sie ein sehr gelungener Einstieg in diese spannende Thematik und bietet darüber hinaus auch viele Anregungen zum eigenen Kreativsein und zur Selbstentfaltung.
Wolfgang Nening in „Unsere Kinder“ (Österreich) Heft 5 Oktober 2008
lebendiger Wegweiser in der Kinderchorarbeit
Eine tolle Materialsammlung – aus der Praxis für die Praxis – die jedem Lehrer Mut macht, sich an die Führung eines Kinderchores zu wagen. Die immer wieder eingestreuten persönlichen Bemerkungen der Autorin, wie auch Kommentare der Kinder machen dieses Buch zu einem lebendigen Wegweiser in der Kinderchorarbeit.
Ingrid Held in: PaMina 9/2008
mit Ohrwurmcharakter
Dieses Tier-Musical lässt sich mit seinen gut 15 Rollen, Chor- und Ensemblestücken leicht von einer Klasse realisieren. Die Lieder sind fast durchgehend einstimmig. Den besagten Ohrwurmcharakter kann man ihnen nicht absprechen. Fazit: Ein viel versprechender Titel, der den gestellten Anspruch eines Musicals für Kinder erfüllt. Damit die Hühner auf der Bühne wirklich rocken können, müssen wohl Erwachsene an die Instrumente.
Elmar Rinderer in: PaMina 9/2008
Eine skurrile und sehr witzige Kömödie
Musikalisch bewegt sich das Musical in einer abwechslungsreichen Mischung aus Rock, Pop, HipHop und Jazz, insgesamt sind 25 Rollen zu besetzen, Doppelrollen sind jedoch möglich. Die Songs beginnen stets mit einer längeren Solo-Passage, im Refrain ist eine chorische Besetzung vorgesehen, aber nicht zwingend notwendig. Die Altersangabe von 8 bis 13 ist realistisch. Umfangreiches Begleitmaterial ist für eine Aufführung zusätzlich erhältlich, dazu werden Regie-Anweisungen und Ausstattungshinweise gegeben.
Ulrich Barthel „Neue Chorzeit“ Dezember 2008
zündendes Spiel in absurden und doch so lebensnahen Rollen
Ein skurriles „Comedy-Musical“ auf dessen abstruse Charaktere die stilistisch vielgestaltige Musik zurechtgeschnitten ist. Sie mag bisweilen zu „hip“ erscheinen, zu aalglatt und vordergründig passend, aber sie trifft die aktuellen Geschmacksrichtungen der Zeit. Das Kindermusical ähnelt hier der Serie um „Ritter Rost“. Es wäre nicht verwunderlich, wenn noch weitere Owi-Musicals bei Fidula erschienen. Und ehe Kinder, Jugendliche und Erwachsene irgendeinen Schwachsinn im Fernsehen konsumieren, ist es wohl viel besser, sich mit einem solchen Stück ernsthaft aktiv und selbst agierend zu befassen. Hier ist Unterhaltung, Spaß und gute Laune garantiert. Damit der nicht immer nur oberflächliche Humor und mancherlei Doppeldeutigkeit gut zur Geltung kommen, bedarf es einer klugen und gekonnten Regieführung. Zwar wurde das Stück bereits mit Kindern realisiert doch scheint das Musical auf darstellerischer Seite durchaus geeignet für ältere Jugendliche und Erwachsene oder im idealsten Fall für altersgemischte Gruppen. Die erhältliche Hörspiel-CD gibt schon einen sehr guten Eindruck zu möglichen Charakterisierungen der einzelnen Darsteller (wobei sie sich nicht streng an die verlegte Gesamtausgabe hält). Damit das Stück wirklich zum Musical wird, sollten viele Songs choreographiert werden. Die meisten Songs sind Sololieder, die teilweise von einem Chor in Refrains und Einwürfen unterstützt werden können (aber nicht unbedingt müssen). Das Autorenpaar Krüger-Düsenberg hat bereits einige „Prinz-Owi-Musicals“ an der Musikschule Salzgitter mit großem Erfolg produziert. Gerade weil es hier vor allem in erster Linie um das zündende Spiel in absurden und doch so lebensnahen Rollen geht, hebt sich dieses Musical wohltuend von den vielen „botschaftsschwangeren“ Kindermusicals heutiger Zeit ab. Eigene Instrumentalarrangements sind leicht aus der Gesamtausgabe ableitbar. Anregungen hierzu gibt die vorliegende CD.
Bertram Schattel in: „Musikwerkstatt Kirchheim“ vom 16.10.2008
humorvolle Texte und zahlreiche musikalische Zitate
Hier setzt die Autorin auf musikalische Vielfalt, bei der es auch schon einmal richtig rockig werden kann. Humorvolle Texte und zahlreiche musikalische Zitate lockern das Stück auf. Nach heiteren Szenen ereilt die Tiere die Katastrophe. Doch nach Zusammenbruch des Dachbodens trollen sich die Pessimisten und die Tiere arbeiten konstruktiv an der Zukunft – nicht nur Kinder können sich daran ein Beispiel nehmen...
Burkhard Sauerwald in: „Westfälische Rundschau“ und „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ vom 20.10.2008