Hans Poser

Prof.

• Am 8. Oktober 1917 in Tannenbergsthal (Vogtland) geboren

• Von 1929 bis 1937 besuchte er als Internatsschüler die Deutsche Oberschule in Auerbach. Schon damals beschäftigte er sich mit Musiktheorie und Komposition

• Von 1937-1947 war er Soldat und geriet 1941 in britische Kriegsgefangenschaft, die er bis 1946 in Kanada verbrachte. Hier erarbeitete er sich autodidaktisch eine Ausbildung in der Kompositionslehre und Musiktheorie und leitete das Lagerorchester sowie mehrere kleinere Musikensembles

• Nach der Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 nach Deutschland zurück und lebte seitdem in Hamburg, wo er bis Ende 1947 an der städtischen Schule für Musik und Theater (seit 1950 Staatliche Hochschule für Musik) bei Ernst Gernot Klussmann und Wilhelm Brückner-Rüggeberg studierte. In dieser Zeit erhielt er auch seinen ersten Lehrauftrag für Musiktheorie. Weitere Lehraufträge und eine Anstellung an der Musikhochschule folgten und schließlich wurde er dort 1962 zum Professor ernannt

• Hans Poser starb am 1. Oktober 1970 im Alter von 52 Jahren in Hamburg. Sein Nachlass befindet sich im Deutschen Komponistenarchiv.

 

Kurzgefasste musikpädagogische Philosophie

Hans Poser legte in seinem musikpädagogischen Schaffen besonderen Wert darauf, qualitativ hochwertige Stücke und Lieder zu schaffen, die über das Klang- und Rhythmuserlebnis die Freude am Musizieren von Kindern und Jugendlichen weckten, ohne diese musikalisch oder im Hinblick auf die spieltechnischen Anforderungen zu überfordern. Die Texte sollten altersgerecht sein und auf die Lebenswelt des Kindes eingehen. Auch hielt er es für wichtig, auf die oft eingeschränkten Bedingungen der instrumentellen Ausstattung z.B. in Schulen sowie die räumlichen Bedingungen der Spielsituation im eigenen Wohnzimmer Rücksicht zu nehmen. Musik für die pädagogische Arbeit: „soll so leicht sein, dass wir schon beim ersten Durchspielen die Absicht des Komponisten ahnen, und so schwer, dass wir von Mal zu Mal immer noch etwas besser machen können. Sie soll den Charakter einer ‚persönlichen‘ Mitteilung haben, die keine Zuhörer braucht.“

www.hans-poser.de

Artikel von Hans Poser bei Fidula