Details zur Kundenmeinung

Charivari (Musizieren mit Alltagsgegenständen)

Kundenmeinung (erstellt am 26. August 2008):
Das Charivari (frz.) ist der Ausgangspunkt für die vorliegende Publikation. So rätselhaft wie dieser vom lateinischen charivarium (= Durch¬einander, Krawall) abgeleitete Begriff erscheint das Buch beim ersten Lesen. Wer sich ein Praxishandbuch wie JUBA erwartet hatte, wird zunächst wohl etwas enttäuscht sein. Weder die inhaltliche Struktur des Bandes mit 222 Seiten, noch die Zielrichtung erscheinen klar verständlich. Die einzelnen Abschnitte sind mit folgenden Überschriften betitelt: Charivari - Der Lärmmythos, Folklore des Alltags, Vom lärmenden Protest zur krachenden Kunst, Von Tuten und Blasen eine Ahnung. Der Autor geht von der Forderung aus, dass ein .Rhythmus-Forscher von den Stärken seiner Heimat ausgehen sollte und stellt viele Bräuche und Gegebenheiten dar, die im Zusammenhang mit Lärm-Musik stehen. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das Buch aber als Fundgrube für Spielideen zum Musizieren mit Gegenständen aus dem täglichen Leben: mit Waschbrettern, Plastikbechern, Mülltonnen und vielem anderen.
Aus unterrichtspraktischer Perspektive mag diese Rezension nicht gerade euphorisch ausfallen. Und doch erscheint es bemerkenswert, dass hier vielfältige und sorgfältig recherchierte Informationen zusammengefasst werden. Zudem beweist der Autor sprachlich und inhaltlich durchaus Kreativität und Humor und vor allem den bemerkenswerten Mut ein durch und durch unkonventionelles Produkt zu veröffentlichen.
(Rezension in: "mip-Journal" 13/2005)