Details zur Kundenmeinung

Rotasia (SCHULMUSICAL) Gesamtausgabe

Kundenmeinung (erstellt am 23. Oktober 2008):
Nach dem ersten, recht erfolgreichen Kindermusical „Tuishi pamoja“ legt das Autorenteam Schulte/Engelhardt mit Rotasia sein zweites Grundschulmusical vor. Die pädagogische Absicht, Kinder zu Toleranz und zur grundsätzlichen Offenheit gegenüber Fremdem und Fremden zu erziehen, steht auch hier klar im Vordergrund. Diesem grundsätzlichen Ziel ordnet sich die gut gemeinte Story unter. Auch der Ort des Geschehens ist nicht zwangsläufig im Orient zu finden. Eher bietet die Ansiedlung in Asien die Möglichkeit, auf Seiten der Musik folkloristische Elemente in einer Art Ethno-Pop einzubeziehen, auf Seiten der Ausstattung die Adaption der Bildersprache von „Bollywood“ und bei kleinen Kindern immer beliebten Orientalismen zu ermöglichen. Genauso gut könnte die Geschichte auch in Afrika oder in Grönland spielen. Sie ist ortsunabhängig und eben kein spezifisches „Tausend und eine Nacht“-Märchen. Das Strickmuster ist einfach: Es gibt eine jugendlich treibende Kraft (Shadi, der aus dialogtechnischen Gründen den Freund Farid zur Seite gestellt bekommt), das Buffopaar (die quasi siamesischen Zwillinge Sim und Sam), den weisen Alten (König) und jede Menge Volk. Der Spieltext besteht zur guten Hälfte aus Regieanweisungen, die auch wenig erfahrenen Regisseuren eine durchaus wirkungsvolle szenische Spielmöglichkeit aufzeigt. Die Melodik der Songs ist der Altersgruppe durchaus angemessen, kinderliedorientiert mit Ethno-Pop-Verpackung. (Musikwerkstatt Kirchheim vom 16.10.2008)