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Lied kreativ (Buch incl. 2 CDs)

Singen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – Ideenpakete und Unterrichtsmodelle für eine phantasievolle Liedvermittlung

29,90 

ISBN: 9783872269430  Artikelnummer: 943 Kategorien: , , , Schlagwörter: ,

Dieses Praxisbuch umfasst Unterrichtsvorschläge für 21 Lieder verschiedener Stile und Genres, die spielerische und phantasievolle Wege einer musikalisch abwechslungsreichen Liedvermittlung aufzeigen.
Variantenreiche Gestaltungsideen eignen sich für Unterricht und Aufführung:
• Singen + Elementares Instrumentalspiel/Bodypercussion
• Singen + Sprachspiele/Mehrstimmigkeit
• Singen + Bewegung/Tanz/szenisches Spiel

Reisen Sie musikalisch nach Andalusien, ins ferne Japan und nach Neuseeland; erleben Sie den dramatischen Vampir-Tango, die feurige Nudel-Tarantella und eine irrsinnige Kokosnuss-Rumba; begeben Sie sich in die Antike, ins Schlaraffenland und zum rappenden verrückten Kapitän. Zahlreiche Kopier-, Mal- und Bastelvorlagen – ästhetisch und humorvoll illustriert – setzen visuell ansprechende Akzente. Theoretische Kapitel geben wertvolle methodische Hintergrundinformationen. Akkordangaben und Klaviersätze zu den Liedern ergänzen die Möglichkeiten der Liederarbeitung und -gestaltung mit Instrument.
Die beiliegenden CDs mit Aufnahmen aller im Buch enthaltenen Lieder einschließlich Playbackversionen sowie ausdruckbaren PDF-Dateien der Kopiervorlagen und Klaviersätze erleichtern die Unterrichtspraxis.

 

Hörbeispiele:

 

 

 

 

 

 

 

7 reviews for Lied kreativ (Buch incl. 2 CDs)

  1. Bernhard Suter

    Fantasievoll mit Liedern arbeiten
    Lied kreativ ist ein Buch für den Musikunterricht auf der Unterstufe bis zur 4. Klasse und zeigt gut verständlich, wie man mit Liedern arbeiten kann. In einem ersten Schritt geht es darum, die Lieder zu erlernen. Methodisch versiert bieten die Autorinnen vielfältige und handlungsorientierte Zugänge an, wobei das musikalische Charakteristikum eines jeden Liedes den Nukleus für die Erarbeitung bildet. In einem zweiten Schritt folgt die Gestaltung des Liedes, und hier liegt die große Qualität von Lied kreativ. Denn die Lieder werden nicht nur vorgesungen, sie werden vertanzt, in Szene gesetzt, mit Orff-Instrumenten begleitet. Die Arrangements sind leicht umsetzbar. Worauf die Autorinnen zu Recht stolz sind: Gezielt bieten sie Anregungen zum Improvisieren, sodass die Kinder eigene Ideen beisteuern können. Dieser Ansatz geht übrigens ganz in Richtung der „Gestaltungsprozesse“, wie sie im Lehrplan 21 prominent postuliert werden.
    Lied kreativ gliedert sich in drei Teile, den Anfang macht Methodik der Liedvermittlung: Obwohl die Unterrichtsmodelle vielfältig sind, folgt die Arbeit am Lied einem klaren, aufbauenden Konzept. Am Anfang stehen Atem- und Stimmbildungsübungen, gefolgt von der Text- und Melodievermittlung. Die Anweisungen dazu sind präzise, man spürt die Erfahrung und Sachkompetenz der ausgebildeten Musikpädagoginnen (EMP). Eingebettet sind die gesanglichen Übungen in Geschichten und Bilder, die die Kinder sinnlich ansprechen und mitnehmen, getreu der Maxime: „Ein Lied erarbeiten heißt, mit ihm zu spielen.“ Wie man das planmäßig macht, skizziert das Kapitel „Möglicher Weg zu einem eigenen Stunden-Konzept“, wobei folgende fachdidaktische Anweisung besonders gefällt: „Die Lehrperson leitet die Aktionen möglichst nonverbal an.“ Tatsächlich krankt Musikunterricht oftmals an zu vielen verbalen Anweisungen und Erläuterungen, statt über musikalische Aktionen direkt zu führen. Nicht durch Reden, sondern durch Machen werden die Teilnehmenden bewegend und singend aktiviert. So sind sie von Beginn weg in medias res, die Sinne werden gleichzeitig angesprochen, es braucht keine Übersetzung vom Kopf in den Körper.
    Die Ideenpakete, der zweite Teil des Lehrmittels, offerieren einen bunten Strauß klanglich-tänzerisch-szenischer Anregungen für Erarbeitung und Gestaltung der Lieder. Das Begrüßungslied Swing lädt zum Tanz mit Spazierstöcken – Hereinspaziert, ins Varieté der Dreißigerjahre! – für Solisten, Tänzer und Publikum. Auch das Lied mit andalusischen Klängen ist in ein szenisches Spiel (Torero) eingebettet, während die Vokalperkussion den Ragtime beschwingt. In den Ideenpaketen gehört das Orff-Instrumentarium standardmäßig dazu. Aber nicht nur! Backutensilien braucht es im Schlaraffenland, im afrikanischen Aye kerunene führen Tücher durch den Spiegeltanz, die Klangfarben aus Papier untermalen das Herbstlied.
    Während die Ideenpakete lose Unterrichtsangebote präsentieren, liegen im dritten Teil des Bandes ausgearbeitete Unterrichtsmodelle vor. Zum Beispiel Warumba: Der Sprechgesang mit humoreskem Liedtext lässt sich sowohl im Kanon singen als auch mit Bodyperkussion begleiten. Ein szenisches Spiel mit einer Kokosnuss stimmt auf das Lied ein, Strandtätigkeiten wie Muschelnsammeln lockern die Körper, dazu ertönt Rumba-Musik. Aus dem Wort „Ko-kos-nuss“ generieren sich Atem- und Stimmbildungsübungen, die mit den Vokalen arbeiten und das Zwerchfell aktivieren. Melodieteile werden in Handlungen und Geschichten gepackt („die Kokosnuss ist unglücklicherweise auf einer Palme liegengeblieben“) und bereiten auf anspruchsvolle Intervallsprünge vor. Das gesamte Lied wird mehrfach in Varianten wiederholt: Text sprechen, Gesten stumm zeigen, Liedabschnitte vor- und nachsingen. Schritt und Klatsch akzentuieren die Betonungsverschiebungen im Liedtext, unterbrochen von improvisierten „Strandposen“.
    Nachdem das Lied erarbeitet und geübt wurde, wird es nun gestaltet. Über den Rhythmus von „Kokosnuss-Kokosnuss-Rumba“ improvisieren Sängerinnen und Sänger paarweise eine Bodyperkussion. Die Gruppe wählt ein Impromotiv aus und imitiert es. Nun singt die eine Hälfte, die andere begleitet mit Bodyperkussion und, wenn es klappt, sogar im Kanon. Die Playback-Einspielung und die Klavierbegleitung auf den beigelegten CDs bieten Unterstützung. Fazit: Durchdachte Ideen, variabel umsetzbar. Gut gemacht!
    Rezension in der Schweizer Musikzeitung, Ausgabe April 2020

  2. Markus Detterbeck

    Eine Fundgrube an Ideen und Impulsen zur Liedeinstudierung, die in jede Musiklehrer-Bibliothek gehört. Neben den vielen kreativen Ideen für die Unterrichtspraxis sind auch die methodischen Hintergrundinformationen äußerst hilfreich.
    Rezension in „mip-journal“

  3. Patricia Tafel

    Wie kann möglichst kreativ ein Lied vermittelt werden? Und wie können dabei wie nebenbei weitere Elemente wie Tanz, Sprache, szenisches Spiel, Geografie oder Geschichte einfließen? Die Antwort darauf liefern Verena Dotzler und Birgit Herwig in ihrem einfach großartigen Werk. Am Beispiel von 21 Liedern verschiedener Stile und Genres zeigen die Autorinnen Wege einer originellen und spielerischen Liedvermittlung auf.
    Lied kreativ ist ein Praxisbuch für die Arbeit mit Grundschulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil werden Grundsätze, methodische Schritte sowie Möglichkeiten der Text- oder Melodievermittlung erläutert. Im zweiten Teil zeigen Dotzler und Herwig am Beispiel von dreizehn Liedern, wie ein Lied kreativ vermittelt werden kann. In diesen Ideenpaketen findet der Leser Bausteine wie beispielsweise „Textverankerung“, „Lernen der Melodie“ oder „Liedbegleitung“, aus denen er sich das für ihn Passende heraussuchen kann. Wer auf der Suche nach kreativem Input ist oder nur einzelne Bausteine für ein Lied braucht, ist in diesem Buchteil gut aufgehoben.
    Das Glanzstück des Buchs ist der dritte Teil. Hier stellen die Autorinnen acht komplett ausgearbeitete Unterrichtsmodelle vor, in denen sie jeden Schritt detailliert erläutern, angefangen von der Einstimmung auf das Lied über Stimmbildungsübungen und Erlernen des Lieds bis hin zur Liedgestaltung. Dabei gehen sie vom Naheliegenden aus, was einen gewissen Charme mit sich bringt: Salibonani, ein Begrüßungslied aus Simbabwe, wird eingestimmt über afrikanische Landschaftsbilder; im Bänkellied Herr Hadubrand kommen Ritter-Stabpuppen zum Einsatz und in den Stimmbildungsübungen zum Scherzlied Cowboy Jonathan wird auf einem imaginären Pferd geritten und ein Lasso geschwungen.
    Hier wird Musikunterricht par excellence vorgestellt. Auch die Liedauswahl selbst erfolgte sorgfältig und unter der Intention, möglichst viele Facetten abzudecken. Da gibt es neben dem Volkslied Sakura die Moritat Herr Hadubrand oder den Tango Die Vampirette.
    Zudem führen die Autorinnen dem Leser nicht nur vor Augen, in welch kreativer Art und Weise Liederarbeitung möglich ist, sondern geben dem Leser in Form von Kopiervorlagen, Klaviersätzen oder CDs mit allen Songs sowie Playbackversionen direkt einsatzbereites Material an die Hand.
    Auch die visuelle Gestaltung selbst ist hervorragend: Die vorgestellten Unterrichtsmodelle sind gut strukturiert, die Kopiervorlagen sind sehr ansprechend gestaltet und zu jedem Unterrichtsvorschlag gibt es eine detaillierte Auflistung des benötigten Materials sowie Hinweise zur Altersgemäßheit.
    Ein in seiner Art einzigartiges und innovatives Buch voller fantasievoller Ideen.
    Rezension in „üben & musizieren“

  4. Wolfgang Layer

    • Ein Buch für ErzieherInnen sowie Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen
    • Überwiegend praxisorientiert
    • Zusätzlich gute theoretische Kapitel mit methodischen Hintergrundinformationen
    • Ideal für fachfremd Unterrichtende
    • Sehr gute einheitliche schematische Darstellung
    • Stets ganzheitliche Vermittlung inklusive Stimmbildung, Liederarbeitung und Liedgestaltung
    • Insgesamt 21 Unterrichtsvorschläge verschiedener Stile und Genres
    • Zahlreiche Kopiervorlagen
    • Zwei beiliegende CDs mit Aufnahmen aller im Buch enthaltenen Lieder einschließlich Playbackversionen sowie ausdruckbaren PDF-Dateien der Kopiervorlagen und Klaviersätze
    • Überzeugende Gestaltungsideen:
    – Singen + Elementares Instrumentalspiel/Bodypercussion
    – Singen + Sprachspiele /Mehrstimmigkeit
    – Singen + Bewegung /Tanz / szenisches Spiel
    Rezension in „Chorpfalz“

  5. Claudia Niebel

    Das Buch der beiden Musikpädagoginnen ist in seinem analytisch-kreativen Ansatz ein Novum: ausgehend von der Annahme, künstlerische Erfahrungsprozesse durch spielerischen Umgang mit dem Material in Gang setzen zu können, zerlegen sie Lieder in ihre Parameter (Melodie, Rhythmus, Harmonik, Text), und leiten daraus schlüssig Vermittlungsverfahren ab. Aus dieser Methodik ergeben sich zwangsläufig Varianten des Melodie- und Textlernens sowie daran orientierte Anregungen zur Umsetzung in Gruppen.

    Kurzer Theorieteil (Stilistik, Genre, Stimmbildung, Gestaltung) gefolgt von zwei Praxisteilen mit sogenannten Ideenpaketen bzw. ausgearbeiteten Unterrichtsvorschlägen zur Verwendung in verschiedenen Settings (Unterricht in Schule/Musikschule, Chorklassen).
    Improvisation, mimisch/szenische Arbeit, Bodypercussion spielen eine wichtige Rolle. Die 21 Lieder sind entweder neu komponiert oder unbekanntes internationales Liedgut, weswegen die beiden CDs (alle Lieder einschließlich Playbackversionen, PDF-Dateien mit Klaviersätzen, Kopiervorlagen) unverzichtbar sind.
    Übersichtlich aufgebaut, vielseitig verwendbar.
    Besprechung für ekz-Bibliotheksservice

  6. Stella Antwerpen

    Der Titel hält, was er verspricht: «Lied kreativ» bildet wahrlich einen kreativen Kontrapunkt zum sturen Ton-für-Ton-Lernen. Die Autorinnen liefern Gestaltungsideen, Improvisationsanregungen und im ersten Teil Ideenpakete für eine fantasievolle, abwechslungsreiche Liedvermittlung, die das Lied selbst in den Mittelpunkt stellt. Systematisch und in unterschiedlicher Variationsvielfalt bietet der zweite Teil ausgearbeitete Unterrichtsmodelle an, die auch immer die theoretisch-methodische Vermittlung des Liedes mitdenken. Dabei sind die Unterrichtsvorschläge dramaturgisch so konzipiert, dass die Lieder auswendig vermittelt und erlernt werden, damit ein kreativer, ganzheitlicher Lernprozess geschieht, der alle Sinne miteinbezieht und die Verinnerlichung des Liedes zur Folge hat.

    Die Ideenpakete greifen sehr durchdacht und praxisorientiert die Bausteine Lernen der Melodie, Üben schwerer Stellen, Atem-Stimmbildungsspiele, Improvisation, Liedbegleitung, Textverankerung, Zwischengestaltung und Üben des Liedes auf. Ein Kapitel zur Methodik der Liedvermittlung, das alle zuvor genannten Bausteine verständlich erläutert, ist dem Werk vorangestellt. Im zweiten Teil finden LeserInnen acht ausgearbeitete Unterrichtsmodelle, die sowohl die methodischen Überlegungen wie auch die Gestaltung der Lieder mit in den Blick nehmen. Die Aspekte Einstimmung auf das Lied, Atem- und Stimmbildungsübungen, Vorwegnahme schwieriger beziehungsweise besonderer Liedelemente, Lernen und Üben des Liedes sowie die Liedgestaltung werden miteinbezogen.

    Die Autorinnen präsentieren ein breites Spektrum an Genre- und Stilvielfalt. Alle Lieder werden auch spielerisch angegangen und durch kreative Kopiervorlagen ergänzt. Die Lernenden werden singend an die Stilistiken Volkslied, Swing, Musical, Moritat, Blues, Tango, Tarantella und Ragtime herangeführt. Die Tonmaterialien entstammen nicht nur Dur und Moll, sondern enthalten auch die Kirchentonarten dorisch und mixolydisch sowie die japanische Pentatonik und die Blues-Skala. Ebenso ist mit Sprachbesonderheiten sowie zahlreichen Taktvariationen umzugehen. Vor jedem Lied stehen diese Parameter didaktisch ausgewiesen.

    «Lied kreativ» ist ein praxisorientiertes Werk für MusiklehrerInnen, die mit Kindern ab sieben Jahren, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten. Ergänzt wird der umfangreiche Band durch zwei CDs, auf denen alle gegenständlichen Lieder mit Klavierbegleitungen, instrumentalen Playbacks, Instrumentalsätzen und mehrstimmigem Gesang enthalten sind. In der Erarbeitung dieses Werkes scheint an alles gedacht worden zu sein. Detailverliebtes Design, zielführende Verwendung eingängiger und leicht verständlicher Symbole, sehr praxisnahe Hinweise sowie ein umfangreicher, informeller Theorieteil ergänzen das für MusiklehrerInnen wertvolle Material trefflich.
    Rezension in „Neue Chorzeit“

  7. Prof. Vroni Priesner

    Das Praxisbuch besticht durch die differenzierte, vielfältige Liedauswahl. Beim Hineinhören in die CD spürt man sofort den künstlerischen Anspruch der Kompositionen. Die Fülle an methodischen Anregungen, ohne dass pädagogisiert wird, überzeugen die Fachfrau. Das Prinzip „affektive, also durch Gemütsbewegung geleitete Einstimmung ist die wichtigste Voraussetzung für die Hinwendung zur Musik“ ist durchgängig verwirklicht.
    In den Praxisanregungen werden die Bereiche Einsingen, Atmung/Haltung, Resonanzübungen, Artikulationsübungen organisch miteinander verbunden. Das neu zu erlernende Lied steht nicht isoliert am Ende einer methodischen Kette, sondern das Lied selbst ist das „Material“. Text, melodische Kompositionselemente, inhaltliche Aussage, alles wird aus dem Lied heraus entwickelt. Immer sind wir mitten drin im Lied.

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